Hilfsprojekt Corona

Unser Corona-Hilfsprojekt startete zu Beginn der Corona-Krise mit Hilferufen von Risikopatienten in jedem Alter. Es kamen immer mehr Senioren hinzu und Menschen die diese Krise besonders hart getroffen hat.  Seit Beginn der Corona-Krise hatten wir ungefähr 800 Hilferufe.

Wir gehen für die Hilfesuchenden einkaufen, helfen beim Kochen, bei alltäglichen Tätigkeiten und Besorgungen (wie Medikamente aus der Apotheke), machen Fahrdienste, erledigen Schriftverkehr, übernehmen die Kommunikation mit Ämtern, Ärzten etc. und unterstützen die Hilfesuchenden wo es nötig ist.  Wir hören uns auch Sorgen und Ängste an, machen Mut und unterstützen die Hilfesuchenden wo es nötig ist. Als die Regale leer waren, haben wir Windeln und Babynahrung besorgt, Grundnahrungsmittel verteilt und eine ganze Palette WC Papier zur Verfügung gestellt.

Die Tafeln waren geschlossen oder leer und unterbelegt. Wir hatten Hilferufe, da fehlten seit einer Wochen Lebensmittel im Haushalt. Die Helfer/innen der Ortsgruppen in Filderstadt und seinen Ortsteilen Bernhausen, Bonlanden, Plattenhardt, Sielmingen und Harthausen, Leinfelden-Echterdingen mit den Ortsteilen Echterdingen, Leinfelden, Musberg und Stetten, sowie Ostfildern, Waldenbuch, Steinenbronn und eine Ortsgruppe für den Großraum Stuttgart waren und sind im Dauereinsatz.

Mit Beginn der Corona-Krise standen sehr viele ältere Menschen und auch andere Hilfsbedürftige plötzlich völlig allein da. Sie waren und sind zum Teil immer noch sozial völlig isoliert. Bei Senioren grenzte es bis an Verwahrlosung. Es fällt immer wieder auf, dass es tatsächlich verarmte Senioren oder Menschen gibt die sich kaum Lebensmittel leisten können und glücklich über eine von uns gekochte warme Suppe sind oder eine warme Mahlzeit die sie sonst nicht erhalten. (siehe Hilfsprojekt #KochMit)

Bisherige Hilfe ist bei vielen Menschen plötzlich von einer Minute auf die andere weggefallen. Daher kamen bei uns auch so viele Hilferufe an. Auch andere Organisationen und Vereinen auf den Fildern konnten wir tatkräftig unterstützen. „Gemeinsam helfen mit Herz“, das ist unser Motto. Wir haben in der Zeit sehr viel Leid und schreckliche, traurige häusliche Umstände gesehen und gingen zu Beginn der Krise weit über unsere eigenen Grenzen hinaus. Durch die Folgen der Corona-Krise sind sehr viele ältere vereinsamte Menschen in depressive Zustände geraten. Daher ist es so wichtig, weiterhin Hilfe zu leisten und für die Menschen da zu sein. Die Zahl der Hilfesuchenden Menschen wird durch die neuen Maßnahmen weiterhin dramatisch steigen.

Daher bitten wir im Namen der Hilfebedürftigen und Risikogruppen um Ihre Unterstützung.
Zu viele hilflose Menschen sind auf fremde Hilfe angewiesen. Es ist unsere Pflicht während der Corona-Krise den Risikopatienten und den isolierten, allein gelassenen zum Teil völlig hilflosen Senioren und Hilfebedürftigen zu helfen wo es nur möglich ist.

Gerne können Sie sich als tatkräftige Helfer/innen bei uns melden und/oder uns mit einer Spende unterstützen. Spenden müssen keine großen Beträge sein. Wenn 100 Menschen monatlich nur 5.- Euro spenden, kann damit einiges erreicht werden.

Unser Spendenkonto:

IBAN: DE16 600 501 01 000 23 23 888

BIC: SOLADEST600

BW BANK

 
Spenden über Paypal:
info@gemeinsam-helfen-auf-den-fildern.de
 
Wir freuen uns sehr über Ihre Unterstützung!

Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, können Sie uns unter 0162- 6331211 telefonisch erreichen oder eine Email an info@gemeinsam-helfen-auf-den-fildern.de schreiben.

Herzlichen Dank!

Ein Dankeschreiben einer Hilfesuchenden, die bei uns Hilfe gefunden hat

Liebe Helfer von Gemeinsam helfen auf den Fildern,

ich wollte Euch endlich mal ein Feedback geben zu Eurer großartigen Hilfsinitiative, mit der Ihr mir aus der Not geholfen habt und die vielleicht sogar mein Leben rettet.

Ihr habt mir die liebste Hilfe geschickt, die man sich nur wünschen kann, nämlich Theresia. Und ich bin glückselig über den Zufall, dass ich mein Hilfegesuch genau zu dem Zeitpunkt geschickt hatte, als sie gerade Euer neues FB-Mitglied wurde und ihre Hilfe anbot. Das ist so ein lieber Mensch und ich habe sie inzwischen total ins Herz geschlossen. Sie ist warmherzig und fürsorglich und hat sogar hellseherische Fähigkeiten. Ja wirklich, das ist kein Witz. In den letzten beiden Tagen ging es mir so mies, dass ich nicht mal mehr denken geschweige denn einen Einkaufszettel machen konnte und schon der Gedanke an Essen bereitete mir Übelkeit, obwohl der Kühlschrank so gut wie leer war. Da hat diese patente Frau einfach selbst entschieden, was sie für mich einkauft und ich war total perplex, als ich dann auspackte, denn genau so hätte ich auch entschieden, wenn ich selbst unterwegs gewesen wäre.

Es ist sehr schwer für eine schrullige, selbständige, eigenwillige, zurückgezogene alte Frau wie mich, plötzlich um Hilfe bitten und sie dann auch annehmen zu müssen. Es kostet eine Menge Überwindung, wenn man sein Leben lang in Vollzeit berufstätig war und für sich selbst gesorgt hat und das auf einmal eine Zeitlang nicht mehr soll / darf / kann. Dazu kommt, dass man immer weniger Appetit bekommt, wenn man nicht selbst einkaufen geht und sich durch das Sehen der angebotenen Produkte Anregungen holen kann. Man will sich ja zudem auch auf das Allernötigste beschränken, um den helfenden Händen keine zu große Last zu werden. Und man hat so ein schlechtes Gewissen, weil man ja dank Internet mitbekommt, dass es Schlangen vor den Läden gibt und das Einkaufen viel länger dauert als normal, dass also zusätzlich zum Kraftakt auch ein immenser Zeitaufwand damit verbunden ist. Und so drehen sich dann die Gedanken natürlich nicht mehr darum, was man denn gerne essen möchte und wonach einem wäre, sondern eher darum, mit möglichst wenig Aufwand irgendwie satt zu werden, um diese Zeit zu überleben. Dazu kommt noch dieses mehr als unbehagliche Gefühl, dass man zur Zeit ja im Grunde genommen von ärztlicher Versorgung abgeschnitten ist, wenn es einem schlecht geht und man auf sich allein gestellt ist. Alles in allem nicht sehr erbaulich für die Risikogruppen. Aber dann hatte ich das Glück, dass dieser Engel zu mir kam. Theresia spürt das alles, ohne Worte, sie ist sehr sensibel und nimmt mir die Vorbehalte einfach aus der Hand. Sie ergreift die Initiative, macht Vorschläge und versucht meinen Appetit zu wecken, ermuntert mich immer wieder, mir doch auch Dinge mitbringen zu lassen, die einfach nur für den Genuss sind und nicht nur zum Sattwerden, sie ist unermüdlich darin, die Wenns und Abers zu entkräften, fragt immer wieder nach und lässt mich nicht allein und sie ist verlässlich wie ein Uhrwerk. Und das, obwohl sie in ihrem eigenen Leben wirklich schon genug zu tun hat und selbst dann noch, wenn es ihr selbst auch mal nicht gut geht.

 

Die Einkaufstaschen sind wie Wundertüten und ich freue mich immer wie ein Kind, wenn ich sie auspacke, weil immer eine Überraschung enthalten ist, auf die ich nicht gefasst bin. Das kann zusätzliches Obst sein, das gerade so schön lecker aussieht oder eine Süßigkeit oder etwas vom Bäcker oder irgendeine Zutat, die mir selbst nicht eingefallen war. Wenn es irgendwas vom Einkaufszettel nicht gibt, dann bringt sie es garantiert irgendwann später mit, wenn es wieder vorrätig ist und ich es längst wieder vergessen habe. Wenn ich mir zum Beispiel Tomaten wünsche und nicht daran denke, auch nach Basilikum zu fragen, dann finde ich garantiert ein Basilikumstöckchen in der Tasche und /oder Mozzarella, weil sie daran gedacht hat. Wenn es ein Produkt nicht gibt, überlegt sie sich ein Ersatzprodukt, das zum Einkauf passt. Diese Frau ist einfach unglaublich. Ihr habe ich es zu verdanken, dass ich trotz Krise bestens versorgt bin und mich auch nicht mehr verlassen fühle. Sie wäre garantiert zur Stelle, wenn ich um Hilfe rufe, das ist so ein beruhigendes und schönes Gefühl.

Manchmal kämpfe ich mit den Tränen der Rührung und muss mich erst mal fassen, weil sie einfach für mich mitgekocht hat und mir das Essen vorbeigebracht hat. Das hat in meinem ganzen Leben noch nie jemand für mich gemacht. Eigentlich war immer ich diejenige, die für andere mitgesorgt hat und auf einmal erfahre ich selbst so viel liebevolle Fürsorge, mit der ich gar nicht richtig umzugehen weiß, mir fehlen dann buchstäblich die Worte. Und das alles von einem Menschen, dem ich selbst zuvor noch nie etwas Gutes tun konnte, weil ich ihn noch nicht kannte.

Oder sie brachte mir Blumen mit, um mich mit fröhlichen Farben aufzuheitern. Ich könnte noch ewig aufzählen :-)

Ich hoffe so sehr, dass diese Pandemie in den Griff zu bekommen ist, damit der Spuk irgendwann vorbei ist und vielleicht wieder etwas Normalität einkehren kann, auch wenn es wohl nie wieder so wie zuvor werden wird. Aber ich würde mich so freuen, wenn ich dann endlich auch mal etwas zurückgeben könnte, an Theresia und an Euch. Ich würde so gerne auch endlich einmal mit ihr Kaffee trinken gehen oder ein Eis essen und zusammen etwas klönen, wenn es ihre Zeit erlaubt. Ohne Euch hätte ich diese Frau niemals kennen gelernt und dafür möchte ich mich heute auch endlich einmal ganz herzlich bei Euch bedanken.

Viele liebe Grüße

Katharina